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Y-LUK-O - Sin(n)

VN:F [1.9.22_1171]
Artist Y-LUK-O
Title Sin(n)
Homepage Y-LUK-O
Label LUKOTYK RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

Nach einer recht erfolgreichen 2004er US-Tour, Zusammenarbeit mit Szenegrößen wie KIEW, KIRLIAN CAMERA, FRONT 242 und IN THE NURSERY sowie einer über einjährigen Schaffenspause ist es nun Zeit für die neueste Veröffentlichung aus dem Hause Y-LUK-O. „Sin(n)“ ist bereits die fünfte CD des deutsch-amerikanischen Industrial-Pop Projektes um Yluko, Leonardo von Leibnitz und Siegfried Grampe. Bei diesem Release hat man sich auf die Fahne geschrieben, besonderen Wert auf eine ausgewählte Instrumentierung zu legen. So wurde auf der einen Seite die Menge an synthetischen Sounds reduziert und auf der Anderen um klassische Klangerzeuger wie Gitarre, Klavier, Violine und Ensembles erweitert.

Bereits der Opener „Symphony for Eternity“ zeigt, dass durch diese Vorgehensweise ein sehr interessanter Sound erzeugt wird, der einfach anders als viele aktuelle Veröffentlichungen klingt. Bei Coverversionen bin ich immer besonders kritisch – doch der INXS-Klassiker „The Gift“ wurde ansprechend neu interpretiert. Dabei haben sich Y-LUK-O eng an das Original gehalten. Auffällig sind die kräftigeren Drums und ein trockenerer Gesang. Hier gefällt mir die Bearbeitung sogar etwas besser als das Original. Das instrumentale „Walking on the Moon“ wirkt wie das Intro zu dem direkt anschließenden „Astronaut“ (was sich ja auch im Titel niederschlägt). Dieser Track zeichnet sich durch kräftige Drums und flotte Gitarrenriffs aus. „Sin(n)“ beginnt zunächst ruhig, um dann mit einem orchestralen, fast epischen Refrain aufzuwarten. „Rhythm of your Heart“ ist in dieser Wirkung ähnlich; die Elektronik tritt jedoch etwas mehr in den Vordergrund und auch das Tempo wurde angezogen, wodurch der Song mitreißender ausfällt. „Words I said“ ist ein weiterer Midtempo-Track, den ich mir sehr gut auf der Tanzfläche vorstellen kann. Ruhiger und besinnlicher stellen sich „Wasting“ und „Traum“ dar, die sehr sphärisch und entspannt klingen. Der PINK FLOYD Meilenstein „Another brick in the Wall“ erfuhr ja zuletzt in den Charts eine Technokur. Nun haben sich auch Y-LUK-O daran gemacht, dieses Stück zu covern. Eigenwilligkeit und Experimentierfreude kann man der Version zwar bescheinigen, jedoch bleibt das Original unerreicht. Auch „Spider and the Fly“ von den ROLLING STONES wird auf „Sin(n)“ bearbeitet, was überzeugender gelingt. Das Original der Altrocker ist ein grooviger Blues. Diese Eigenschaft wurde sehr gut herausgearbeitet, verstärkt und einem modernen Sound angepasst. „Overthrown“, eine weitere gelungene Eigenkomposition der Combo, bildet schließlich den würdigen Abschluss der CD.

Y-LUK-O legen mit „Sin(n)“ ein sehr abwechslungsreiches und experimentierfreudiges Album vor, dass neben einer Menge an guten eigenen neuen Songs auch mit drei Coverversionen aufwarten kann. Man bewegt sich in anspruchsvollen Gefilden, die durch Elektronik-, Rock-, Klassik- und Wave-Elemente gekennzeichnet sind und sowohl zu Hause, im Club als auch beim Autofahren funktionieren.

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