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YAEL NAIM - She Was A Boy

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Artist YAEL NAIM
Title She Was A Boy
Homepage YAEL NAIM
Label TOT OU TARD
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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YAEL NAIM wandelt nicht nur geographisch zwischen Welten, so stehen auf der Habenseite französisches, englisches und hebräisches Liedgut sowie ein globalisiertes Instrumentarium, das ihr bereits vor über drei Jahren Ruhm und Ehre brachte. Nun nur auf das Englische setzend, soll „She Was A Boy“ den popverwöhnten Ohren wohl ohne muttersprachliche Ausflüge schmeicheln.

Die 33-jährige gebürtige Französin verdankt den reißenden Absatz ihres zweiten, selbstbetitelten Albums nicht zuletzt einer Werbekampagne, für die ein gewisser Steve Jobs sich „New Soul“ auserkoren hatte. Selbst vor den amerikanischen Charts machte der Song nicht halt, die zuvor noch nie einen israelischen Künstler beheimaten konnten. Nun gibt es nichts einzuwenden gegen Charterfolge, auch nicht gegen offenherzig liebliches Songwriting, um aber ungefähr verorten zu können, was „She Was A Boy“ zu bieten hat, sind ebendiese Eckdaten kaum verzichtbar. Ambitionierten Songwriter-Pop mit Naims zuckersüßer Stimme, immer gerne Brücken bauend zwischen Folk, Jazz und der Verspieltheit der späteren BEATLES-Werke, die sie als wohl größte Inspiration anführt. Der klassische Klavierunterricht der Jugendtage ist zudem unterschwellig gut heraushörbar. Zu viele Köche (Einflüsse) verderben den Brei? Ja, irgendwie schon ein bisschen, leider. Aber wenn zwischen viel Mittelmaß eine Ballade wie „Today“ aufhorchen lässt und YAEL NAIMs klassische Wurzeln offensichtlicher zu Tag treten, dann lässt sich über vieles hinwegsehen. Hier scheint vor allem eine JONI MITCHELL und ihr Grammy-prämiertes „Both Sides Now“ durch, ein an unsterblicher Schönheit kaum zu toppendes Jahrhundertalbum. Das stärkste Stück dieses Album allemal.

Das große Problem von „She Was A Boy“ ist vor allem eine gewisse Beliebigkeit und die Überfrachtung einzelner Songs, die auf das Wesentliche reduziert viel mehr Souveränität verbreitet hätten. Zwar ist ihr mit „Come Home“ wieder eine echte Single geglückt, im NORAH JONESschen Sinne, und das ganze Album lässt sich immer wieder hören ohne zu langweilen, aber wirklich begeistern kann es nicht.

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