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YELLOWISH - So bright

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Artist YELLOWISH
Title So bright
Homepage YELLOWISH
Label QUARTERMAIN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Es war Liebe auf den ersten Ton…

Warm wie ein Sommerregen, zart wie der erste Sonnenstrahl am Morgen präsentiert die dänische Formation YELLOWISH mit ihrem zweiten Output „So bright“ fluffig-leichten Indiepop. Dabei zeichnet sich das aus Quartett vor allen Dingen durch ein gemischtes Doppel am Mikro aus – in den letzten Jahren und ja vor allen Dingen bei etlichen Düsterpoprockern nichts Neues. Hier werden die Stimmen jedoch nicht diametral eingesetzt (Er-Schreihals / Sie-Heulboje), sondern ergeben ein harmonisches mit- und umeinander herum. Sängerin Laura erinnert dabei mit kindlich-heller Stimme am ehesten an Ex–X-PERIENCE-Sängerin ANGELZOOM Claudia Uhle, während Aages erdiges Timbre in einigen Passagen Assoziationen zum in den Promoinfos erwähnten MORRISSEY weckt. Gern werden auch die Nachbarn CARDIGANS als Referenz genannt – freilich hängt die Messlatte da hoch, in jedem Fall kann man YELLOWISH jedoch eine ähnliche Nonchalance attestieren. Hinzu kommt hier und da ein Spritzer Sehnsucht und Melancholie, ohne in depressive Gefilde abzudriften.

Die erste Single „This is my direction“ eröffnet den Reigen und hängt sich mit schmeichelnden Hooks gleich so ins Ohr, dass man den ganzen Tag etwas davon hat. Das Gesangsduo steht dabei hier wie auch bei den restlichen Titeln im Vordergrund, was ein bisschen vom restlichen unspektakulären, aber gelungenen Indiegeschrammel ablenkt. „Unite“ und „Awake“ werden die nächsten Singles sein, womit auch meine Favoriten genannt wären, laden sie doch gleich zum Mitsummen und Mitwippen ein (live zu testen auf dem diesjährigen Roskilde–Festival). Doch auch nahezu alle anderen Titel vermögen zu verzaubern, wenngleich ein Bruch mit der durchgängigen Sangesharmonie durch einzelne Solostücke für mich eine denkbare Bereicherung gewesen wäre. Für die Produktion zeichnet sich Ziggy verantwortlich, der mit ILLDISPOSED schon andere Klientel gewohnt ist, somit aber sicherlich seinen Beitrag geleistet hat, das YELLOWISH zwar süß und luftig wie Zuckerwatte, aber zum Glück nicht ähnlich klebrig klingen. Mit dem letzten, über 5 Minuten langen Titel „So bright“, bei dem man herrlich endloses Gitarrengedengel genießen kann, küssen einen YELLOWISH zart zum Abschied. Vielleicht keine Liebe fürs Leben, aber eine beschwingte Sommerromanze.

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