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YEN - Into the Sun

VN:F [1.9.22_1171]
Artist YEN
Title Into the Sun
Homepage YEN
Label MX RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (3 Bewertungen)

„Befreiung, Revolution, Liebe, Erlösung und die Suche nach einem neuen Bewusstsein für eine bessere Welt! Das sind die Themen, mit denen wir uns unter anderem auf dem Album auseinandersetzen“, sagen YEN aus dem Großraum Heidelberg und liefern für diese Vorhaben auch gleich den passenden Soundtrack „Into The Sun“. Es handelt sich hier um den dritten Silberling des Vierers um die namensgebende Halbchinesin Yen-Hwei Bella, der nicht nur bereits vor dem Erscheinen seines 2008er Debüts „Deep Inside“ bei Stefan Raabs „SSDSDSS…-Show“ vor Millionenpublikum performte, sondern mit einem eigens dafür modifizierten Sofa mit akustischen Instrumenten bewaffnet durch die bundesdeutschen Fußgängerzonen zog. „Sofa – So Good“ hieß dann auch die zweite Langrille, die – wie hätte es anders sein können – unplugged aufgenommen wurde und 2009 erschien.

Und jetzt also der dritte Streich. Diesmal sind die Langäxte wieder mit Strom versorgt und auch die Band steht unter Strom, wie man gleich mit dem treibenden Opener „Since You’ve Been Gone“ zu hören bekommt. Das Quartett macht ordentlich Druck, spart jedoch gleichzeitig nicht an den nötigen Emotionen, für welche die charismatische und stimmgewaltige Fronterin zuständig ist. Auf ähnliche Weise empfiehlt sich auch „Sell Your Soul“, bevor mit „Redemption“ ruhigere Klänge auf der Tagesordnung stehen, die immer noch jede Menge poppigen Schwung mitbringen. Eher überflüssig sind allerdings „Prelude I“ und „Prelude II“, deren Auftrag sich mir nicht wirklich erschließt. Man hätte das knackige „Black Waterfalls“ auch ohne das einleitende Gesäusel von „Prelude I“ eröffnen können, genauso wie es das instrumentale Vorgeplänkel von „Prelude II“ nicht unbedingt gebraucht hätte, um dem vergleichsweise harten „Tonight“ den passenden Rahmen zu geben. So kantig und riffdominiert wie bei „Tonight“ oder auch „On A Mission“ geht es auf „Into The Sun“ nur selten zu. „Yearning“ und „We Are One“ schlagen da versöhnlichere Töne an, die keine Eile kennen, ehe „Addicted“ rhythmusbetonten Schwung ins Geschehen bringt und „Nobody Loves You (Like I Do)“ den Kopf nicken und die Füße wippen lässt. Hinter den großen Lettern von „L.O.V.E.“ kann sich natürlich nur eine schmachtende Ballade verbergen und auch „Emotional D.“ macht seinem Namen alle Ehre, bevor bei „Fear“ der Himmel voller Geigen hängt.

YEN bringen mit „Into The Sun“ massentaugliche Musik in die Läden, die glücklicherweise noch genügend Ecken und Kanten hat, um nicht in der Beliebigkeit unterzugehen. Die Songs sind poppig genug, um im Radio gespielt zu werden und bringen dabei noch genügend Rock mit, um nicht zu glatt poliert rüberzukommen. Handwerklich solide gemacht und mit viel Herzblut präsentiert.

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