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YGGDRASIL - Kvällningsvindar Över Nordrönt Land (Re-Release)

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Artist YGGDRASIL
Title Kvällningsvindar Över Nordrönt Land (Re-Release)
Homepage YGGDRASIL
Label GM MUSIC
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Mittlerweile wird ja anscheinend alles Re-Released, was nicht schnell genug in der Versenkung verschwindet… wer´s braucht. Fans der Schweden YGGDRASIL werden das gerade mal erst 2007 (aber 2005 aufgenommene) veröffentlichte Werk mit dem Zungenbrechernamen sicherlich haben, zumal man da in Zeiten von Ebay, Hitmeister, Amazon & Co. wohl ohne Probleme für schmales Geld dran kommen dürfte, auch wenn die Auflage auf Kleinstlabel sicherlich nicht allzu hoch war. Nun denn, das neue Label will im Zuge der neuen Scheibe auch mit den Alten noch zusätzlich Kohle abgreifen und spendiert uns das Zweite Album der Jungs nochmal, Remastered und mit ollem 2002er-Bonustrack, zudem noch in einer Edit-Version.

Wenigst wurde das Booklet aufgewertet und alle Texte sind in Schwedisch und Englisch enthalten. Somit hat man sich wenigst Mühe gegeben, weshalb aber Besitzer des Originals natürlich nicht nochmal zugreifen werden – es sei denn, sie sind absolute Die Hard-Allessammler. Musikalisch bot man schon damals den auf dem aktuellen Werk „Irrbloss“ gebotenen Pagan/ Folk-Doom Metal mit vielen Fiedeln und epischen Gesängen/ Chören für die BATHORY-Klientel. Roher und (Death)Metallischer ging´s hier noch zu Werke, so erinnert der lange Opener „I Nordens Rike“ fatal an alte THEATRE OF TRAGEDY, punktet aber mit schöner Melodie und eben feiner Grundhärte, die gar in einen speedigen Metalpart ausartet. Im folgenden schnellen „Kvällning över Trolska Landskap“ schimmern deutlich die Black Metal-Wurzeln durch, FINNTROLL lassen grüßen. Ruhigere, eher landesspezifische, traditionelle Stücke wie „Frid“ begeistern nicht so ganz, das über 11 Minuten lange „Gryningstid“ mit schönem Aufbau, Twinguitars, schicker Melodie und allem, was so dazugehört im VINTERSORG/ FALKENBACH-Genre überzeugen dagegen umgehend mit Abwechslungs- und Ideenreichtum.

Die 9 Songs plus Bonustrack bringen es immerhin auf 63 Minuten Spielzeit, allerdings tauchen trotzdem nur ganz wenige Längen auf, da man es versteht, Atmosphäre zu erzeugen. Schade, dass die Produktion unausgewogen klingt, was einiges zu laut erklingen lässt, anderes zu leise. Aber mit steigendem Bekanntheitsgrad dürfte auch ein höheres Budget für kommende Taten zur Verfügung stehen. Nach hinten raus wird´s zwar etwas beliebiger, aber mit dem teils geblasteten und mit weiblichen Elfenvocals verzierten Speeder „Nordmark“ (cooler Folkpart!) punktet man nochmal dick. Der noch rohere, Death/ Black Metal-lastigere Bonustrack „Gryningstid“ enstammt dem 2002er-Demo und zeigt YGGDRASIL von ihrer aggressivsten, aber dennoch melodischen Seite. Geiler Track!

Musikalisch absolut wertvoll, welche Version des Albums ihr Euch besorgt, müsst Ihr entscheiden.

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