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YOUNG REBEL SET - Crocodile

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Artist YOUNG REBEL SET
Title Crocodile
Homepage YOUNG REBEL SET
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.7/10 (3 Bewertungen)

Die Herrschaften aus dem nordenglischen Stockton-on-Tees hatten noch nicht mal eine Platte draußen, da waren die Konzerte der Folk-Rocker bereits (zu recht) sehr gut besucht. In Deutschland hat der Sechser mit Thees Uhlmann einen prominenten Fürsprecher, der die Kapelle schließlich auch bei seinem Label Grand Hotel van Cleef unter Vertrag nahm. 2011 erschien die viel beachtete Debüt-Langrille „Course Our Love“, der jetzt das zweite Album „Crocodile“ folgt.

Sänger Matty Chipchase und seine Mannen bleiben auf der Scheibe im Wesentlichen ihrem hemdsärmeligen und raubeinigen Stil treu, überraschen aber auch mit neuen Facetten. So startet der Opener „Yesca & The Fear“ vergleichsweise sanft (soweit das mit dem Reibeisen-Organ des Herrn Chipchase möglich ist) und auch das federleichte „Tuned Transmission“ gibt sich aufgeräumt, ehe die erste Single-Auskopplung „The Lash of The Whip“ mit Uptempo-Orgel-Akkorden von Selbstzweifeln und Lastern berichtet. „Show Your Feathers & Run“ schlägt wenig später schwermütige Töne an und bezaubert mit einem Refrain, den die Gallaghers nicht schöner hinbekommen hätten. Derweil gefällt „The Girl From The 51“ als schmachtende Klavierballade ohne jeden Kitsch und auch „Unforgiven“ bleibt leisen Klängen treu, die mit folkigen Melodien den Kopf zum Nicken und den Fuß zum Wippen bringen. Ganz anders das ruppige „Another Time, Another Place“, bei dem die akustischen Klampfen Pause haben und das als eine Art Partygospel endet. Dass Deutschland eine besondere Bedeutung für YRS hat, beweist der eindringliche Song „Berlin Nights“ und auch „Reap The Whirlwind“ und „One Law“ verstehen sich bestens auf melancholische Stimmungen, wobei die letztgenannte Nummer sich auch ganz hervorragend zum beseelten Mitgrölen eignet. Am Ende greifen die Briten mit „Where Have I Been Going?“ noch einmal in die Pianotasten, um den Emotionen freien Lauf zu lassen.

„Crocodile“ zeigt deutlich die nachdenkliche Seite des YOUNG REBEL SET. Nach eigenem Bekunden sind die Musiker nicht mehr die Typen, die sich jeden Abend auf der Bühne betrinken. Das hört man den Liedern durchaus an, was jedoch auch völlig in Ordnung geht. Ein, zwei Kaliber von der hochenergetischen Qualität eines „If I Was“ oder „Lion’s Mouth“ wären zwar schön gewesen, aber die elf Stücke des aktuellen Silberlings wissen auch so zu überzeugen und es würde mich wundern, wenn auf der Stage nicht auch bei den neuen Songs ordentlich die Post abginge.

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