Band Filter

Request did not return a valid result

YOUNG REBEL SET - Curse Our Love

VN:F [1.9.22_1171]
Artist YOUNG REBEL SET
Title Curse Our Love
Homepage YOUNG REBEL SET
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Meine erste Begegnung mit YOUNG REBEL SET war im Dezember letzten Jahres beim Fest van Cleef. Nachdem GHvC-Mitbegründer die Kapelle im Internet entdeckt und nach Deutschland eingeladen hatte, durfte der Sechser aus Stockton-on-Tees natürlich auch nicht beim großen Label-Treffen fehlen. Die Jungs haben mich mit ihrem Hemdsärmel-Folkrock dann auch sofort mal umgehauen und es im Anschluss geschafft, etliche Konzerte vor ausverkauftem Haus zu spielen, obwohl noch nicht mal ein Longplayer im Gepäck war. Das hat sich inzwischen geändert und die Engländer präsentieren ihr Debüt „Curse Our Love“.

Gleich mit ihrem Opener, der Single „Lion’s Mouth“ hauen YOUNG REBEL SET meinen Favoriten raus. Der Uptempo-Rocker begleitet mich auch schon mal während einer einstündigen Autofahrt in Endlosschleife – nennt mich durchgeknallt, aber der Track macht das Kilometerfressen mit seinen ebenso treibenden wie beschwingten Sounds einfach kurzweiliger. Das folgende „Walk On“ gefällt mit der rauen Stimme von Sänger und Gitarrist Matty Chipchase und viel Spielfreude, die allerdings erst so richtig zum Vorschein kommt, wenn man die Truppe live erlebt. Legendär sind ihre exzessiven „eine Kiste Bier pro Person“-Konzerte, bei denen sie mit ihren drei Gitarren, Mandoline, Bass, Schlagzeug und Mundharmonika alles in Grund und Boden rocken – zusammen mit ihrem begeisterten Publikum. Auch bei ihrer allerersten Veröffentlichung „If I Was“, die 2009 auf dem bandeigenen Label erschienen ist, gehen die flotten Sounds ruckzuck ins Bein und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man sich beim Mitsingen erwischt. Auf die leiseren Töne versteht sich der Sechser genau so gut, wie das bier- und whiskeyselige „Won’t Get Up Again“ gekonnt unter Beweis stellt. „Borders“ entführt im Midtempo an den Tresen eines englischen Pubs, ehe es mit „Red Bricks“ und „Measure of A Man“ melancholische Klänge zu hören gibt, die es jedoch auch nicht an druckvollen Hooks fehlen lassen. So richtig schmusig wird’s dann mit „Bagatelle“. Zweifellos eine schöne Nummer, aber ich mag die Jungs am liebsten, wenn’s sie’s krachen lassen. Dass die Herrschaften mit „Fall Hard“ ziemlich nahe an „Like A Rolling Stone“ dran sind, lassen wir mal unkommentiert und widmen uns dem Mundharmonika-Stomper „Precious Days“, mit dem es wieder in die Folk-Rock-Vollen geht. „Billy Died“ ist ein weiterer ruhiger Vertreter, dem sich am Ende noch der gut gelaunte Bonustrack „Already Forgotten Your Name“ anschließt.

Klar, auch YOUNG REBEL SET erfinden den Folk Rock nicht neu, aber sie wissen ihn mit Leben zu füllen und ihre Musik zu hören und zu erleben macht schlicht und ergreifend Spaß. Das ist doch schon mal ne ganze Menge und manchmal schmeckt deftige Hausmannskost halt einfach viel besser als edle Haute Cuisine, von der man dann womöglich noch nicht mal satt wird. Vielleicht gibt’s bei mir demnächst mal wieder Fish’n’ Chips und dazu laut aufgedreht „Curse our Love“.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

YOUNG REBEL SET - Weitere Rezensionen

Mehr zu YOUNG REBEL SET