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YOUNG THE GIANT - Home of The Strange

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Artist YOUNG THE GIANT
Title Home of The Strange
Homepage YOUNG THE GIANT
Label WARNER
Veröffentlichung ..
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Zwei Alben haben YOUNG THE GIANT vor ihrem aktuellen Silberling „Home of The Strange“ bereits veröffentlicht. Trotzdem gelten die US-amerikanischen Indie-Rocker aus dem ansonsten ziemlich punklastigen Orange County hierzulande noch als Geheimtipp. Daheim tummeln sich die Kalifornier zuhause durchaus in den oberen Charts-Regionen, in unseren Breiten wird wohl noch ein wenig die Werbetrommel gerührt werden müssen, bevor auch in Deutschland ähnliche Erfolge gefeiert werden können.

Dabei lässt dieser Erfolg keineswegs mangels Talent auf sich warten. Mal ganz davon abgesehen, dass es natürlich unbedingt Sinn macht, den ersten Track seiner „Home of The Strange“ betitelten Platte „Amerika“ zu benennen. Ein kurzer Gedanke an den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und man weiß, dass die USA ohne Zweifel die Heimat für sehr seltsame Gestalten sein muss. Tatsächlich beziehen  sich die 2004 gegründeten YOUNG THE GIANT in ihrem smoothen Opener allerdings auf den Mythos des amerikanischen Traumes. Außerdem wurden sie zu dem Song von der gleichnamigen und unvollendeten Novelle Franz Kafkas inspiriert. Gleichzeitig erzählt der Longplayer auch die persönlichen Lebensgeschichten der Bandmitglieder um Sänger und Fronter Sameer Gadhia. Allesamt sind sie Söhne von Migranten, die in der ersten Generation in den Staaten leben. Sameer hat indische Vorfahren. Gitarrist Jacob Tilley ist britischer, sein Saiten-Kollege Eric Cannata italienisch-jüdischer Herkunft. Payam Doostzadeh am Bass ist Amerikaner mit persischen Wurzeln, Schlagzeuger Francois Comtois Franko-Kanadier. Die Truppe eint die Liebe zur Musik und die präsentiert sich bei YOUNG THE GIANT als smarter Indie-Rock, der es tendenziell eher etwas ruhiger angehen lässt, dabei aber zu jedem Zeitpunkt tanzbar rüberkommt und im Falle des tiefenentspannten „Elsewhere“ sogar lautstark „On The Dance Floor“ bittet. Gut gelaunt übernimmt „Mr. Know.it.all“, ehe „Jungle Youth“ stärkere Geschütze auffährt. Mit „Titus Was Born“ und „Repeat“ wechseln die Herrschaften in verträumte Gefilde, um schließlich mit dem rhythmusbetonten „Silvertongue“ erneut die Tanzflächen zu stürmen. Für einen abwechslungsreichen Ausklang sorgt schließlich der Titelsong „Home of The Strange“ mit ebenso druckvollen wie verspielten Melodien.

Man darf gespannt sein, was wir zukünftig noch von YOUNG THE GIANT zu hören bekommen. Mehr Aufmerksamkeit hätte der Fünfer auf jeden Fall verdient; bis die Jungs in unseren Gefilden mal wieder auf der Bühne stehen, sei deshalb die aktuelle Konservenkost „Home of The Strange“ wärmstens empfohlen.

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