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YUCK - Glow & Behold

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Artist YUCK
Title Glow & Behold
Label CAROLINE INTERNATIONAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Londoner Indie-Kapelle YUCK gibt es bereits seit 2009. Mitgegründet wurde die Formation seinerzeit von Sänger und Gitarrist Daniel Blumberg, der auch maßgeblich für das Songwriting zuständig war. Mit dem selbstbetitelten Debüt, das 2011 in die Plattenläden kam, folgten Vergleiche mit DINOSAUR JR., PAVEMENT, MY BLOODY VALENTINE und SONIC YOUTH. Auf der Agenda hatte YUCK also ganz offensichtlich Indie-Rock der frühen Neunziger. Inzwischen hat Blumberg die Band verlassen, um sich intensiv seinem Soloprojekt HEBRONIX zu widmen und der Gitarrist Max Bloom, der unversehens zum Fronter aufgestiegen war, die Bassistin Mariko Doi und Drummer Jonny Rogoff machten allein weiter und veröffentlichten jetzt Album No. 2 mit dem Titel „Glow & Behold“.

Ich muss gestehen, dass ich den Erstling nicht in Gänze kenne und deshalb nur begrenzt die beiden Platten ins Verhältnis setzen kann. Mit Neunziger-Jahre-Indie hat die neue Full Length allerdings nicht mehr so wahnsinnig viel zu tun. Statt knackigem Rock gibt es eher versponnenen Dreampop, der mit dem instrumentalen Opener „Sunrise In Maple Shade“ recht vielversprechend startet, im Laufe der elf Tracks jedoch deutlich an Spannung verliert. So sind die sich anschließenden Tracks „Out of Time“, „Lose My Breath“ und „Memorial Fields“ allesamt durchaus nett, aber gleichzeitig auch verdammt austauschbar. Das ändert sich glücklicherweise mit der knackigen Singleauskopplung „Middle Sea“, die vermutlich den Stücken des Erstlings am nächsten kommt. Als erste Vorabsingle gab es bereits die Shoegazing-Nummer „Rebirth“ zu hören, die ebenfalls positiv zu vermerken ist. Ebenso wie das melancholische „Somewhere“, bevor mit „Nothing New“ tatsächlich nichts Neues präsentiert wird. Die Musik ist einfach zu schablonenartig, weshalb auch das ganz ähnlich gestrickte „How Does It Feel“ nicht zu fesseln weiß. Da kann auch das zweite Instrumental „Twilight In Maple Shade (Chinese Cymbals)“ nicht mehr viel retten, genauso wie der finale Titelsong „Glow & Behold“ zwar alle Wohlfühl-Zutaten wie Akustikklampfe, gefällige Melodien und hier und da mal ein bisschen Gebläse und Klaviergeklimper mitbringt, aber in Gänze nicht für Spannung sorgt.

Gut gemeint ist halt nicht immer gut gemacht. Vielleicht ist mit Daniel Blumberg auch einfach der Motor der Combo abhanden gekommen. In jedem Fall hatte ich gerade die Möglichkeit, YUCK als Support für die PIXIES live zu erleben und ganz klar waren es die älteren Stücke (mal abgesehen von „Middle Sea“), die den besseren Eindruck hinterließen. Anno 2013 sind YUCK für meinen Geschmack einfach ein wenig zu glatt poliert. Aber sie sind wieder zu viert, am zweiten Sechssaiter agiert jetzt Ed Hayes und möglicherweise wird auch alles besser, wenn das neue Kleeblatt erst richtig zu einander gefunden hat. Nach oben ist jedenfalls noch Luft.

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