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YUPPIE-CLUB - Pretty Brutal

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Artist YUPPIE-CLUB
Title Pretty Brutal
Homepage YUPPIE-CLUB
Label FINEST NOISE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (5 Bewertungen)

„YUPPIE-CLUB“ – Der Bandname der vier maskierten Nordrhein-Westfalen klingt irgendwie erstmal nach Spaß, Leichtigkeit, Freude. Betrachtet man dann im Vergleich dazu den Albumtitel „Pretty Brutal“ kann man aufgrund des Kontrastes dann zu der Überlegung kommen: Erwartet einen nun Spaß in einer derartig hohen Konzentration, dass sie schon als „brutal“ zu bezeichnen ist, oder geht es hier um den Spaß an der Brutalität? Diese Frage lässt sich wohl am einfachsten klären, in dem man den mit 15 Tracks bespielten Silberling einfach mal in den Player wirft und die Dinge für sich sprechen bzw. spielen zu lässt.

Ein englisches Sprachsample als Intro: Ein Anrufer möchte mit dem „Boss“ sprechen, bekommt dann aber nach einem kurzen Schweigen auf seine Frage „Mit wem spreche ich?“ nur ein gegrunztes „Yuuuuppieee!“ Klingt recht amüsant: Tendenz: Spaß! Es folgt der Opener „Yuppie Style“, der mit tiefem Bass und fixer Gitarrenfrickelei beginnt, bis die grunzende Stimme aus dem Intro wieder auftaucht und ein Drumgewitter losbricht. Tendenz: Spaß vorbei! Denn ab diesem Punkt ist klar, was auch der auf dem Cover gezeigte Baseball-Schläger vermuten lies: Hier gibt’s auf die Schnauze! YUPPIE-CLUB dreschen sich durch ihr mit 15 Tracks beladenes, allerdings nur knapp 26 Minuten langes Album, und das in feinster Oldschool-Thrash Manier. Stimmlich geht das Ganze stark in Richtung Grindcore und auch im Instrumentalen sind Einflüsse aus diesem Genre phasenweise genau so vertreten, wie vereinzelt auch Hardcore-Riffs. Wie die angesprochene Albumlänge (oder eher –kürze) es schon andeutet, nehmen die Songs alle keine epochalen Ausmaße an – nur vier schaffen es überhaupt über eine Länge von 2 Minuten. Die Songs an sich sind ziemlich ähnlich gehalten, so dass es einem aufgrund der Kürze oft gar nicht aufgefallen ist, dass man schon ein, zwei Lieder weiter ist. Tempomäßig springt der CLUB innerhalb der Songs oft abrupt hin und her. Befand man sich eben noch in einem recht groovigem Midtempo ist man mir nichts, dir nichts im reinsten Thrashgeknüppel – und wieder zurück. Wissen die Thrash-Elemente schon recht gut zu überzeugen, kann man dies von den Grindcore-Passagen nun eher weniger behaupten, die den Gesamteindruck deutlich schmälern. Zu selten passt das Grunzen mal wirklich gut – und nimmt man alle Tracks zusammen, weist es so ziemlich gar keine Varianz auf, wirkt sogar eher eintönig und öde. Interessant dagegen sind die vier auf dem Album zu findenden Coverversionen: „Vestige of Earthly Remains (DEFECATION), „Straight Edge“ (MINOR THREAT), „Can’t close my eyes“ (YOUTH OF TODAY) und „Deceiver“ (NAPALM DEATH), die teilweise recht ansprechend gelungen sind, ebenso wie der Sound und die Produktion des Longplayers – ist halt Oldschool.

Alles in allem heißt der YUPPIE-CLUB alle Mitglieder willkommen, die sich für Oldschool-Thrashmetal begeistern können und darüber hinaus einen gewissen Hang zum Grindcore oder auch zum Death Metal haben. Wer sich hier angesprochen fühlt darf ruhig mal ein Ohr riskieren, sollte sich davon aber nicht unbedingt Höhenflüge versprechen.

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