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ZAZ - Recto Verso

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Artist ZAZ
Title Recto Verso
Homepage ZAZ
Label SONY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

ZAZ sang bereits EDITH-PIAF-Songs in Sibirien, gab Gratis-Konzerte in kolumbianischen Salzminen oder war auf Tour in Ägypten. Mal ganz davon abgesehen, dass sie mit einem Gitarristen und einem Bassisten den Montblanc bestieg und man zu dritt für die sie begleitenden Bergführer einen unplugged-Auftritt auf dem Gipfel absolvierte. 2010 wurde man auf die junge Französin Isabelle Geffroy aka ZAZ hierzulande mit ihrem selbstbetitelten Debüt aufmerksam. Immerhin verkaufte sich der Silberling 500.000-fach und erhielt dafür Doppel-Platin und einen für einen Newcomer beachtlichen Platz 3 in den Album-Charts. Jetzt meldet sich die Pop-Chanteuse mit ihrem zweiten Studio-Silberling „Recto Verso“ zurück und ich bin mir sicher, dass die 33-jährige mit ihren 14 Tracks nicht nur eingefleischte frankophile Musikliebhaber glücklich machen wird.

Als kleiner Appetithappen wurde bereits am 19. April die beschwingte Vorab-Single „On Ira“ veröffentlicht, die den musikalisch-stilistischen Brückenschlag zwischen dem ersten und zweiten ZAZ-Album bildet. „Comme Ci, Comme ça“ kombiniert gut gelaunt jazzige und chansoneske Versatzstücke. In diesem Sinne schließen sich auch „Gamine“ und „T’attends Quoi“ an und überhaupt klingt für meine alten Lateiner-Ohren allein aufgrund der Sprache jeder Song nach durch und durch französischer Lebensart. Verstärkt wird dieser Eindruck natürlich noch, wenn wie bei „J’ai Tant Escamote“ auch noch eine Quetschkommode und eine Drehorgel ins Spiel kommen. Den Rest erledigt die stimmgewaltige Isabelle mit ihrem rau-eindringlichen Gesang, der im Falle von „Deterre“ anfangs eher gehaucht daherkommt, um dann mitsamt elektrischer Sechssaiter in die Vollen zu gehen. Wenig später wird bei „Toujours“ lustig gefiedelt, ehe „Si Je Perds“ leise Töne anschlägt. Mit reduzierter Instrumentierung schließt sich das emotionsgeladene „Si“ an, während für „Oublie Loulou“ fröhliche Swing-Einsprengels auf dem Programm stehen. Mit coolen Grooves präsentiert sich derweil „Cette Journee“, während „Nous Debout“ poppige Saiten aufzieht. Am Ende sind die Tango-Klänge von „La Lune“, die den Hörer“ in ihren Bann ziehen.

Nicht ohne Grund wird ZAZ bereits als die „neue Piaf“ gehandelt. In ihrer Stimme steckt in jedem Fall ein einzigartiger spröder Schmelz, der die Vocals absolut hörenswert macht. Ihre Lieder sind dabei abwechslungsreich und perfekt arrangiert, sodass einem weiteren französischen Siegeszug in den Charts und Konzertsälen nichts mehr im Weg steht.

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