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ZEBRAHEAD - Get Nice!

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Artist ZEBRAHEAD
Title Get Nice!
Homepage ZEBRAHEAD
Label GRANTED RECORDS
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Wenn man als Punk-Band was auch sich hält, dann ist man im kalifornischen Orange County zuhause. Genau dort stand auch die Wiege von ZEBRAHEAD, die vor 15 Jahren Ali Tabatabaee (Sprechgesang), Ben Osmundson (Bass), Greg Bergdorf (Gitarre), Ed Udhus (Schlagzeug) und Justin Mauriello (Gesang/Gitarre) aus der Taufe gehoben wurden. Letztgenannter wurde 2004 durch Matty Lewis am Lead-Gesang und der Rhythmusgitarre ausgetauscht, ansonsten macht die Multi-Kulti-Truppe seit eineinhalb Jahrzehnten und diversen Silberlingen gemeinsame Pop-Punk-Sache, die insbesondere durch die energiegeladenen Live-Shows zu gefallen weiß. Pünktlich zur Festivalsaison gibt’s von den Amis neue Konservenkost mit der wohl nicht ganz ernst zu nehmenden Aufforderung „Get Nice!“.

Stattdessen wird bei de Zebraköpfen in gewohnter Weise gerockt und Sonnenschein verbreitet. Den Anfang macht das treibende „Blackout“, zu dem sich die Beine praktisch von allein in Bewegung setzen, ehe „Nothing To Lose“ mit eingängigen Refrains übernimmt. Auch mit Ende 30 steht bei den Herren Muckern immer noch Spaß und Party im Vordergrund – ganz so als seien sie in einem Dauer-Spring-Break-Zustand gefangen, der bei „She Don’t Wanna To Rock“ mit rhythmusbetonte Rap-Einlagen einhergeht, während „Ricky Bobby“ straight nach vorn rockt und der Titeltrack „Get Nice!“ zum Mitsingen und –tanzen animiert. Eine Spur ruppiger präsentiert sich da „The Joke’s On You“, bevor „Nudist Priest“ die Alarmglocken aufjaulen lässt. „Galileo Was Wrong“ behauptet der Fünfer hitverdächtig und schickt mit „Truck Stops And Tail Lights“ das nächste Energiebündel ins Rennen. Im Zweifel darf zu „I’m Definitely Not Gonna Miss You“ auch mal geschunkelt werden, bevor „Too Bored To Bleed“ es wieder krachen lässt. Gleiches gilt auch für das melodiöse „Kiss Your Ass Goodbye“, dessen Refrain bestens zum Mitgrölen geeignet ist. Nach einem recht poppigen Start rumpelt „This Is Gonna Hurt You Way More Than It’s Gonna Hurt Me“ aus den Boxen – gefolgt vom knackigen „Demon Days”, mit dem ZEBRAHEAD auf der Zielgeraden noch einmal Gas geben.

„Get Nice!“ ist eine kurzweilige Pop-Punk-Rille, die zwar keine wirklichen Überraschungen aus dem Sack zaubert, aber absolut ordentlich gemacht ist. 14 Songs in knapp 50 Minuten – die Jungs lassen nichts anbrennen und verlieren auch nicht unnötig Zeit. Gute Laune ist bei „Get Nice!“ garantiert, jetzt wäre es nur noch schön, wenn wir etwas von der West-Coast-Sonne abbekommen könnten.

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