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ZEBRAHEAD - Phoenix

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Artist ZEBRAHEAD
Title Phoenix
Homepage ZEBRAHEAD
Label STEAMHAMMER/ SPV
Leserbewertung
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7.8/10 (17 Bewertungen)

Mal abgesehen vom japanischen Markt, wo ZEBRAHEAD nahezu eine Million Platten verkaufen konnten, tummeln sich die Herren aus Orange County allerdings eher im Untergrund und warten auf den kommerziellen Erfolg ihrer Nachbarn. Dazu beitragen soll die sechste Studio-Langrille „Phoenix“, die dieser Tage das Licht der Plattenläden erblickt hat.

Immerhin sind die multikulturellen Herrschaften im 13. Jahr ihres Bestehens auf keinen Fall müde geworden. Der Opener „HMP“ geht gleich in die Vollen und kombiniert ZEBRAHEAD-typischen Sprechgesang mit Geshoute, schnellen Gitarren und treibenden Drums. Nachdem so in null Komma nichts die passende Betriebstemperatur erreicht ist, schließt sich das knackige „Hell Yeah!“ nahtlos an und auch die Highspeed-Nummer „Just The Tip“ gefällt mit fetten Gitarrenriffs. „Mental Health“ verlegt sich ein wenig auf Fun Punk, während „The Juggernauts“ eingängigen Stadion Rock mit einer Prise Rap-Punk bereit hält. Bei „Death By Disco“ treffen Mitgröl-Harmonien auf ausgefuchste Gitarrenläufe und stampfende Beats, bevor „Be Careful What You Wish For“ mit einer starken Rhythmusabteilung, Funk- und HipHop-Einsprengels und coolen Vocals um die Ecke kommt, die auch LINKIN PARK-Fans fesseln dürften. „Morse Code For Suckers“ hat natürlich besagte Morsezeichen im Repertoire, gleichzeitig buhlen jedoch auf Heavy-Langäxte und die hochgetakteten Stimmen von Ali Tabatabaee und Matty Lewis um die verdiente Aufmerksamkeit des Zuhörers. Das flotte „Ignite“ hat sich fein gemacht für den Mosh Pit, um an das groovige „Mike Dexter Is A God, Mike Dexter Is A Role Model, Mike Dexter Is An A**hole“ abzugeben. Keine Ahnung, wer dieser Mike Dexter ist, aber ZEBRAHEAD gedenken seiner mit einem schwungvollen Mix aus Punk, Rap, Rock und Reggae. „The Junkie And The Halo“ startet nicht weniger beschwingt, kehrt jedoch schon bald zu solidem Ohrwurm-Punk zurück. „Brixton“ legt wie seine Vorgänger ein gehöriges Tempo vor, wie gut, dass da „Hit The Ground“ kurz Gelegenheit zum Durchatmen bietet, denn schon mit „Two Wrongs Don’t Make A Right, But Three Rights Make A Left“ wechselt der Fünfer wieder auf die Überholspur. Ungewöhnliche Orgelsounds fördert „All For None And None For All“ zu Tage, die sich aber bestens mit den rabiaten Sechssaitern vertragen, die zwischendurch ein bisschen auf Psychobilly machen. Bleibt noch „Sorry, But Your Friends Are Hot“, bei dem zum letzten Mal auf Teufel komm raus gerockt wird.

Schmusekurs ist auf „Phoenix“ nun wirklich nicht angesagt. ZEBRAHEAD rüpeln sich stattdessen voller Spielfreude durch ihr Album und sorgen so für eine optimale Herzfrequenz und einen lebhaften Puls. Daran dürften auch Fans von THE OFFSPRING oder GREEN DAY Spaß haben.

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