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ZEN ZEBRA - Awaystation

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Artist ZEN ZEBRA
Title Awaystation
Homepage ZEN ZEBRA
Label 45 RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.2/10 (25 Bewertungen)

Anfang des Jahres hatte ich ZEN ZEBRA als Support für die Koblenzer Indie-Institution BLACKMAIL gesehen und war begeistert von der Intensität und Brachialität, mit der die Leipziger und allen voran ihr Fronter Marv Endt auf der Bühne agierten. Dass BLACKMAIL ZEN ZEBRA mit auf Tour genommen hatten, kam nicht von ungefähr, denn der Post-Hardcore-Fünfer hatte kurz zuvor in Kurt Ebelhäusers Tonstudio 45 „Awaystation“ aufgenommen und man war sich am Ende wohl so sympathisch, dass die Platte jetzt sogar auf dem 45-Records-Label erscheint, das eigentlich nur für BLACKMAIL-VÖs gedacht war.

Verkehrt gemacht haben die alt gedienten Recken mit ihrer Entscheidung, die Jungspunde unter ihre Fittiche zu nehmen, mit Sicherheit nichts und auch stilistisch passen ZEN ZEBRA zweifellos zu BLACKMAIL, wenngleich es bei den Herrschaften aus der Sachsen-Metropole eindeutig ungestümer zur Sache geht, wie bereits der Opener „Butterfly Skin“ unter Beweis stellt. „The Hypnagogoc State“ drängt mit delaybefügelten Langäxten nach vorn, während die Langäxte beim folgenden „Footprints On Sinking Ships“ gegen den drohenden Untergang anjaulen und sich die Vorab-Single „Lake Lauer“ als krachender Kopfnicker empfiehlt, der erneut von einer überzeugenden Gitarrenarbeit und dramatischem Gesang getragen wird. „Rubicube“ schlägt erstmals ruhigere Töne an, auf die sich ZEN ZEBRA ebenso verstehen wie auf heftiges Gebretter, das mit „Read Me To Sleep“ wieder stärker in den Mittelpunkt rückt und bei „This Song Could Bear All Your Names“ erst gegen Ende in einer abgespeckten Version zu Tage tritt. Das Quartett gönnt sich und seinem Zuhörer eine kleine Verschnaufpause, die jedoch keineswegs zu Lasten des druckvollen Sounds geht, den man bislang zu hören bekam. In diesem Sinne schließt sich auch „Will“ an, das mit progressiven Elementen gefällt und vom knackigen „For The Heart Is An Organ of Fire“ abgelöst wird. Ein weiterer Höhepunkt ist die Midtempo-Nummer „Pollyanna Please“, der man sich kaum entziehen kann, bevor „Oceans“ auf der Zielgerade noch einmal den weichen Kern der Jungs von ZEN ZEBRA zum Vorschein bringt.

„Awaystation“ ist ein intensives Debüt, das seinen Hörer gleichzeitig kompromisslos verprügelt und tröstend in den Arm nehmen kann. Als Konserve schon absolut überzeugend, legen ZEN ZEBRA live erst so richtig los; ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, weshalb ich an dieser Stelle auch noch auf die Anfang September beginnende Tour verweise.

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