Band Filter

ZERAPHINE - Whiteout

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ZERAPHINE
Title Whiteout
Homepage ZERAPHINE
Label BMG
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (1 Bewertungen)

Vier Jahre nach dem letzten Studioalbum „Still“ und dem 2007er Best of „Years in Black“ melden sich Sven Friedrich und seine Mannen von ZERAPHINE mit neuer Düstermucke zurück. Der fünfte Streich der Berliner Kapelle, die 2000 von Sänger Sven und Gitarrist Norman Selbig nach dem Aus ihrer alten Combo DREADFUL SHADOWS gegründet wurde, setzt den in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg zwischen Dark- und Alternative Rock gekonnt fort und präsentiert zwölf Tracks, für deren Streicherpassagen die LETZTE-INSTANZ-Kollegen M.Stolz und Benni Cellini gewonnen werden konnten.

Zunächst einmal eröffnet jedoch das atmosphärische „Erwachen“ den Reigen, um mit dem verzerrten „Lieber allein“ in die rockigen Vollen geht. Dem folgen mit „I Will Be There“ gefühlvolle Piano-Akkorde, die an HIM denken lassen und auf treibende Gitarrenriffs treffen, während die Langäxte des flotten „Out of Sight“ eine gewisse Nähe zu PLACEBO aufweisen. Die Gastmusiker kommen schließlich beim balladesken „Tomorrows Morning“ erstmalig richtig zum Einsatz und verzaubern mit ihren Instrumenten den ebenso emotionalen wie druckvollen Sound der Nummer, der sich mit „Lousia“ und „Rain Falls“ zwei abwechslungsreiche Lieder anschließen, der gut und gerne skandinavische Wurzeln haben könnten. Mit dem gitarrendominierten „Waiting For The Day To End“ geht’s englischsprachig weiter, ehe sich Friedrich zu den Synthies von „Du fragst nicht mehr“ wieder auf seine Muttersprache besinnt. Basslastig und mit viel Rhythmus (blitzt da nicht auch an der einen oder anderen Stelle NEW ORDERs „Disorder“ durch?) lädt „Stream“ zum Tanzen ein, bevor „Remaining Desires“ erneut knackige Sechssaiter mit melancholisch-dunklem Gesang kombiniert. Beides darf natürlich auch beim finalen Titelsong „Whiteout“ nicht fehlen, bei dem der Himmel voller Geigen und Schwermut hängt.

Im zehnten Jahr ihres Bestehens beweisen ZERAPHINE mit „Whiteout“, dass in Sachen Dunkel-Alternative-Rock kein Weg an den Hauptstädtern vorbei geht. Das Quintett, das von Gitarrist Manuel Senger, Bassist Michael Nepp und Drummer Marcellus Puhlemann komplettiert wird, hat den Longplayer live eingespielt und klingt so nicht nur besonders intensiv, sondern unterstreicht seine Weiterentwicklung auch mit einem ausgereiften, harmonischen ZERAPHINE-Style.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

ZERAPHINE - Weitere Rezensionen

Mehr zu ZERAPHINE