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ZEROIN - The Death of A Man Called Icarus

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Artist ZEROIN
Title The Death of A Man Called Icarus
Homepage ZEROIN
Label SUBSOUND
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Die Italiener ZEROIN sind schon seit der Jahrtausendwende gemeinsam unterwegs und haben sich für ihr Debüt „The Death of A Man Called Icarus“ ziemlich viel Zeit gelassen. Nun ist ihr Mix aus Alternative Rock mit Elektro-, Industrial- und Metaleinflüssen aber auch kein Leichtgewicht, das vor allem so gar nichts mit den italienischen Lala-Stereotypen gemein hat.

Statt sommerlichem Adria- und Eisdielenflair verbreiten die fünf Herrschaften hinter ZEROIN entsprechend auch eher ein düsteres Ambiente, das es allerdings durchaus in sich hat. Gleich der Opener „Introspectshow“ gefällt mit krachenden Langaxtgewittern und elektronischen Midtempo-Beats, bevor „Cowboys“ durch die Boxen donnert. Hier schimmert auch ein wenig Prog Rock durch, was allerdings in der Kombination mit der verwendeten Elektronik und den Tempiwechseln etwas zerfahren wirkt. Da lobe ich mir das flotte „Our.Last.Day.In.The.Desert“, mit dem das Quintett wieder in die Vollen geht. „Allure“ setzt hingegen auf Entschleunigung und lässt es ruhiger angehen, ohne jedoch den nötigen Druck vermissen zu lassen. Mit „Viremia“ geht es ähnlich und auf hohem Niveau weiter, dann nimmt das Ganze dank „It Concerns You“ eine neue Wendung. Verzerrte Stimmen, Vocoder und allerlei elektronischer Tand erinnern an MARILYN MANSON, während „The Traveller“ wieder sehr straight nach vorn rockt. Fast schon monumental ist „2celebrate“ ausgefallen. Effektvolle Klangteppiche treffen auf verspielte und frickelige Melodien, die bei „Shaking Black Picture“ von wummernden Stakkati abgelöst werden. Bei „Uncachable“ stellen sich akustische Sechssaiter ein, die jedoch im Elektrowirrwarr unter ihren Möglichkeiten bleiben. Hier wäre etwas weniger Spielerei mehr gewesen, wohingegen bei „Newropathy“ der elektronische Mix besser zur Geltung kommt, wenngleich dieser Song stilistisch aus der Reihe fällt, da er deutlich weniger hart ausgefallen ist als seine Kollegen. Mit „Out of Sight“ hauen ZEROIN wieder ordentlich auf die Kacke und auch der Titeltrack „The Death of A Man Called Icarus“ lässt sich nicht lumpen. Hier treffen wir wieder auf die Akustikgitarre, zu der sich erneut elektronische Vielfalt gesellt. Diesmal allerdings stimmig und mit nur wenig Gesang. Ein würdiger Schlusspunkt mit interessanten Elementen.

Bei italienischen Bands bin ich aus was für Gründen auch immer zunächst eher skeptisch, meistens können sie mich auch nicht wirklich überzeugen. ZEROIN ist dies mit ihrem Erstling allerdings gelungen. Hier und da besteht noch Potenzial nach oben, aber grundsätzlich eine schöne Abwechslung aus Bella Italia und kein misslungener Höhenflug wie beim guten alten Ikarus.

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