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ZINNSCHAUER - Hunger.Stille

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Artist ZINNSCHAUER
Title Hunger.Stille
Homepage ZINNSCHAUER
Label KAPITÄN PLATTE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Märchenemo nennen ZINNSCHAUER die Art von Musik, die sie auf ihrem ersten Album „Hunger.Stille“ machen. ZINNSCHAUER, das sind Jakob Amr, Sjard Fitter und Jonatan Lux. Wobei Jakob allein auf der Bühne steht und Sjard und Jonatan im Publikum stehend Licht und Ton manipulieren. Klingt ungewöhnlich? Ja, das ist allerdings auch die Musik, die der Dreier macht.

„Hunger.Stille“ ist eine Platte für Screamo-Folkrocker, poetische Mathemathematikerinnen und Hesse-Leser. Das habe ich jetzt beim Intro-Magazin geklaut, aber treffender hätte ich es auch nicht beschreiben können. Sehr emotional und progressiv wird hier die Akustikgitarre klopfend, schlagend, zupfend und reißend bearbeitet und dabei geflüstert, gesprochen, gesungen und geschrien. Die Lieder sind zusammenhängende Geschichten über zwischenmenschliche Abgründe, weshalb ich an dieser Stelle auch darauf verzichte, Anspieltipps zu geben.

Dieses Debüt (vor zwei Jahren gab es bereits ein Pay-what-you-want-Download-Release namens „Kalter Blick, scharfer Zahn“) ist sehr speziell und ich muss gestehen, dass ich mit dem undurchsichtigen Mosaik aus Verlustangst und Vertrauen, Enttäuschung und Hoffnung nicht so recht warm geworden bin. „Hunger.Stille“ ist ein einziger großer Gefühlsausbruch, bei dem sogar Anfang und Ende relativ werden. Irgendwie geht es immer wieder um Versöhnung, Vergeben und Nachtragen – wenn mit dieser Platte nicht eine ganz große Abrechnung verbunden ist, weiß ich es auch nicht. ZINNSCHAUER werden mit ihren akustischen Eruptionen zweifellos polarisieren, aber dafür ist Musik schließlich auch da.

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