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ZODIAC - Sonic Child

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ZODIAC
Title Sonic Child
Homepage ZODIAC
Label NAPALM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Als mir 2012 ZODIACs Debüt „A Bit of Devil“ vorlag, war ich direkt Feuer und Flamme für die Band und ihren vor Blues triefenden Rock. Ihr Mix aus dem Flair der Siebziger Jahre, einigen dezenten eigenen Ideen und jeder Menge Spielfreude hatte mich direkt eingenommen. Mit dem zweiten Silberling („A Hiding Place“) setzten die Jungs in Punkto Spielfreude und Riffing noch einen drauf. Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich mich auf das nunmehr dritte Werk der Münsteraner sehr gefreut habe.

Doch schon das Introstück „Intro Who I Am“ holte mich da etwas auf den Boden der Tatsachen zurück. Eine psychedelische Klimperei mit dezenter WahWah-Gitarre, einigen synthetischen Effekten und einem gesprochenen Monolog, der mir erklären soll, warum ich diese CD höre und was sich der Musiker wohl dabei gedacht hat. Irgendwie PINK FLOYD, nur ohne das Flair. „Swinging On The Run” kommt dann schon mit markigeren Riffs daher und rockt zumindest ordentlich geradeaus. Zur Mitte des Stücks tritt die Band dann auf die Bremse und gibt sich ihrem schon typischen Jam-Stil hin. Ein tolles, wenn auch etwas harmloses Solo, das an MARK KNOPFLER erinnert, ergänzt diesen Rocker. Der Namensgeber des Albums folgt als Nächstes. Auch hier gibt man sich wieder dem Midtempo-Rock hin. Und selbst das nun folgende „Holding On“ bleibt den Stil treu. Und so langsam kommt mir das Wort „radiokompatibel“ in den Kopf. Auch wenn hier dezente Einflüsse von GOLDEN EARRING das Stück etwas anheben, ordnet es sich nur knapp über dem Niveau der Vorgängerstücke ein. Lediglich das Solospiel entschädigt etwas. Zum Glück kommt nun ein echtes Highlight. Mit „Sad Song“ bringen ZODIAC einen großteils akustischen Song, der ehrlich emotional erklingt und lediglich in den Soloparts durch eine herrlich jammernde E-Axt unterstützt wird. Doch schon mit dem nächsten Stück fällt die Band wieder in das Schema der vorherigen Songs zurück. Zum Glück kommt dann „A Penny And A Dead Horse“. Ein Song, der mich hoffen lässt, ein zweites “Coming Home” zu hören. Der ruhige Einstieg, irgendwie westernartig, das psychedelische Mittelstück und das richtig fette Solo überzeugen mich von diesem Song. Er kann zwar nicht an „Coming Home“ kratzen – gesellt sich aber direkt dahinter ein. Und auch der „Rock Bottom Blues“ schlägt in eine ähnliche Kerbe. Genau diese Art Blues getränkter Rockmusik habe ich erhofft! Auch der Sound ist (soweit ich das bei dem Download einschätzen kann) gelungen.

Was kann ich nun als Fazit schreiben? Zum einen ist es ein Album, was sich wohl jeder ZODIAC-Fan in sein Regal stellen kann und sollte. Denn es weist definitiv die typischen Charakteristika der Band auf. Tolle Soli, fette Riffs und der whiskygetränkte Gesang. Aber davon abgesehen muss ich ganz klar sagen, dass dieses Werk auf Grund der für meinen Geschmack großen Qualitätsunterschiede der Stücke das Schwächste der Band ist. Zugegeben – würde nicht ZODIAC darüberstehen, wäre ich begeistert … aber von dieser Band erwarte ich schlicht etwas mehr. Und dass sie es besser können, haben sie ja schließlich mit den Vorgängerwerken bewiesen. Dennoch ist und bleibt „Sonic Child“ ein tolles Album.

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