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ZOMBIE GIRL - Back from the Dead

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Artist ZOMBIE GIRL
Title Back from the Dead
Homepage ZOMBIE GIRL
Label ALFA MATRIX
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Welcher Splatterfreak hat noch nicht von einem Zombiemädchen geträumt, welches des Nachts aus ihrem kaltem Grabe steigt, um Ahnungslosen die spitzen Fangzähnchen in den Hals zu rammen… nackt natürlich. Perfekt umgesetzt im Trash-Klassiker „Return of the living Dead“ mit Scream Queen Linnea Quigley. Möglicherweise haben sich Sebastian R. Komor (u.a. ICON OF COIL, MONOFADER) und seine Frau Renee von diesem Streifen zu ihrem neuesten Projekt inspirieren lassen, welches die Untoten-Thematik mit elektronischen Klängen in Einklang zu bringen versucht. Manch einer behauptet ja, dass der moderne Elektro per se untot ist, aber das wollen wir hier lieber nicht diskutieren. Jedenfalls konnte man bereits mit 2 Compilation Tracks auf sich aufmerksam machen, die beide zu kleinen Club Hits mutierten: „We are the Ones“ und „I want it“, die natürlich beide auch hier enthalten sind.

Im Grunde fällt diese EP in die Sparte „Veröffentlichungen leicht gemacht“, denn ansonsten befinden sich nur noch 2 weitere Stücke auf dem Silberling nebst 3 Remixen. Eine abschließende Meinung kann man sich da natürlich noch nicht bilden. ZOMBIE GIRL vertraut auf den lasziv angehauchten (Sprech-)Gesang der Dame in Verbindung mit simplen, treibenden Club Beats. Paradebeispiel hierfür der Titel „Bleeder“, der eine COMBICHRIST light Variante mit weiblichen Vocals darstellt und zum Ende hin immer mehr Fahrt aufnimmt. Auf dem heimischen Plattenteller allerdings ein wenig langweilig. Eigentlich ist Horrorlyrik ja eher Bestandteil von Batcave, Shock Rock oder bisweilen Psychobilly, auch ein zotteliger Herr namens ROB ZOMBIE hat sich dieses Image ja zu eigen gemacht. Für mich klingt dann „We are the Ones“ sogleich wie die elektronische Variante eines ZOMBIE-Stücks, im wahrsten Sinne des Wortes. „I want it“ atmet einen Hauch 80er Feeling und kann ansonsten sicher einige Herren aus der Reserve locken. Sina Hübner sollte sich also warm anziehen (oder gerade besser nicht), zumal das Zombiemädchen hier auch über einige unbestreitbare Reize verfügt. Macht sich live sicher gut! Die Remixe stammen von KMFDM, SOMAN und natürlich ICON OF COIL, allesamt gute Namen im Geschäft. So verpasst Herr Konietzko dem Opener „Creepy Crawler“ eine gehörige Portion Electro Metal Substanz, insbesondere die Gitarren überzeugen hier. Von SOMAN muss man natürlich andere Attribute erwarten, wenngleich der zusätzliche technoide Einschlag bei „I want it“ sich doch in Grenzen hält. ICON OF COIL lassen zum Schluss dann nichts mehr anbrennen und addieren ihrerseits ein paar nette Effekte.

Seien wir ehrlich: Ohne den Bekanntheitsgrad der Protagonisten, das clever gewählte Image und die guten Remixer bleibt an Substanz nicht mehr als Mittelmaß übrig, ob darauf nun ein paar Club People abdancen oder nicht, sagt für mich nicht viel über Qualität aus. Auf einem Longplayer wird man sich doch noch einigermaßen strecken müssen, um eine Konstante in der Szene zu werden, den Kauf dieser gut 30 minütigen EP sollte man doch eher zugunsten eines (visuell) sicher attraktiveren Konzertbesuchs überdenken.

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