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ZONARIA - The Cancer Empire

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Artist ZONARIA
Title The Cancer Empire
Homepage ZONARIA
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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Knapp ein Jahr, nachdem das Debüt „Infamy and the Breed“ auf die Headbangerschar losgelassen wurde, sorgen ZONARIA aus Schweden bereits mit „The Cancer Empire“ für Nachschub.

„Slaughter Is Passion“ beginnt symphonisch und noch recht ruhig, aber nach knapp einer Minute prescht man in wilder Raserei durch den Song. Ein gelungener Einstieg, bei dem kurz auch cleane Gesangspassagen zu vernehmen sind – eine der wenigen Stellen auf dem gesamten Album übrigens. Hier zeigt sich bereits deutlich, dass die Schweden weiter an der Verschmelzung von Brutalität und Melodie gearbeitet haben und erinnern streckenweise doch sehr an DIMMU BORGIR, Parallelen zu anderen Bands aus dieser Sparte lassen sich ebenfalls nicht verhehlen – ein angeschwärzter melodischer Todesblei-Bastard also. Die Parallelen rühren vielleicht zu einem gewissen Grad auch daher, dass der Silberling von Fredrik Nordström produziert wurde, der eben auch für obengenannte Schwarzheimer tätig ist. Das „Krebs Imperium“ ist sauber produziert, da kann man nicht meckern – und genau hier dürfte dann auch der Knackpunkt liegen, wenn es allzu aalglatt wird, steigen viele aus, weil einfach Ecken und Kanten fehlen. Glücklicherweise bekommen ZONARIA aber auch wieder die Kurve und können mit Riffs glänzen, die ziemlich schnell im Ohr hängen bleiben. Die Stimme von Sänger Simon Berglund fügt sich jedenfalls wunderbar in den Gesamtsound ein und Drums sowie Bass machen ordentlich Druck, z.B. im Groovemonster „Termination Process“ (ok, nicht nur die Nummer groovt!). Technisch gibt’s da also Nichts zu meckern, die Songs kommen alle grundsolide daher. Was allerdings mit der Zeit wirklich etwas zu viel wird, sind die Synthie-Spielereien, die könnten von mir aus gerne reduziert werden, beispielsweise bei Track Numero drei Crowning King Cancer“. Selbst From The Abysmal Womb“, welches bitterböse mit ordentlich Geknüppel beginnt, wird damit eingedeckt – nichtsdestotrotz ein absoluter Nackenbrecher, der live so einige Rüben abschrauben wird. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, die Schweden säßen zwischen zwei Stühlen – dem einen wird’s schon zu sanft sein, für andere ist es aber immer noch zu hart – ich hoffe doch sehr sie entscheiden sich beim nächsten Album für die härtete Variante. Es sind genügend eigene Ansätze vorhanden, warum also anderen Bands nacheifern? Insgesamt bleibe ich bei dieser Scheibe, auch nach mehrmaligem Hören, ein wenig unentschieden, allerdings mit Tendenz zum Daumen nach oben.

Soll also heißen: Fans von DIMMU, HYPOCRISY und Co. können auf alle Fälle zugreifen! Ich wünsch mir fürs nächste Album ein wenig mehr „Widerspenstigkeit“, ordentlich Rumms hat die Scheibe ja schon.

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