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ZYKLON - Aeon

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Artist ZYKLON
Title Aeon
Homepage ZYKLON
Label Candlelight Records
Leserbewertung
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Der ZYKLON wirbelt wieder, und wie. Diesmal gibt es kein Entrinnen, für nichts und niemanden. Selbige Botschaft soll sicherlich auch das Cover suggerieren, denn nach dem Ableben von Emperor gilt die ganze Konzentration der Ex-Emperianer Samoth und Trym nun dem möglicherweise mächtigsten aller Wirbelstürme. Volle Kraft voraus also um zu zeigen was noch in ihnen steckt. Dazu wurde mit Secthdamon die Stelle am Mikro neu besetzt. Dieser löst Daemon ab, welcher allerdings noch einige Guest Vocals beigetragen hat. Zudem bedient Secthdamon noch die 4-Saiten-Axt und sorgt ganz nebenbei, da er wie Gitarrist Destructhor ebenfalls auch bei Myrkskog fungiert (dort allerdings als Drummer!), für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zwischen Emperor- und Myrkskog-Leuten (für Statistikfreaks).

Der Kreativität hat das jedenfalls schon mal nicht geschadet. Auffällig ist, das die Geschwindigkeit im Vergleich zum Debut über weite Teile etwas heruntergefahren wurde. Anstelle von Blasts übernimmt effektives Riffing hier die Kontrolle, und das auf eine Art und Weise die sich äußerst heavy Gehör verschafft. Dennoch wurde kein Tempomat eingeschaltet, sondern man agiert sehr variabel und packt mitunter dann doch mal den Hammer aus.
Gelegentlich schleicht sich ein Riff ein, welches auch zu Morbid Angel passen würde. Vermutlich aber ein eher unbewusster Prozess, da ZYKLON mit denen ja ausgiebig zusammen auf Tour war. Ansonsten wird mit facettenreichem Trym-typischen Drumming und einigen verrückten Soli geglänzt. Die Vocals tendieren durch den neuen Mann mehr in Richtung klassischer Death Metal-Growls und neben Daemon können weitere Gastauftritte von Ofu Kahn (Red Harvest) sowie OCD (Void) notiert werden. Während Letzterer einige Special Fx beisteuerte, übernahm Olli ähh Ofu Kahn die Lead Vocals im Track „An eclectic manner“, welcher die intensive Stafette beschließt und ähnlich „Transcendental war“ vom Vorgänger einen etwas atmosphärischeren Ausklang bildet.

Die lyrische Seite wurde wiederum von Bård „Faust“ Eithun entwickelt und geht mehr denn je von einer apokalyptischen Betrachtungsweise aus. Daneben wurde für die Aufnahmen wieder das Akkerhaugen Lydstudio gewählt, wenngleich das Mixing diesmal im Studio Fredman stattgefunden hat. Stellt sich abschließend nur die Frage wo der angekündigte `Terrorist rmx´ von Ulver abgeblieben ist? Dessen Fehlen ändert jedoch nichts daran, das ZYKLON sich mit „Aeon“ im Extrem Metal-Bereich eine nicht zu unterschätzende Position herausgearbeitet haben.

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