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FERRIS & SYLVESTER - Otherness

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Artist FERRIS & SYLVESTER
Title Otherness
Homepage FERRIS & SYLVESTER
Label ARCHTOP RECORDS
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Hinter FERRIS & SYLVESTER stecken Issy Ferris und Archie Sylvester, die in London leben, nicht nur gemeinsam Musik machen, sondern auch miteinander verheiratet sind. „Otherness“ ist ihr zweites Album, nachdem 2022 das hochgelobte Debüt „Superhuman“ erschienen ist. Ihr Sound bewegt sich irgendwo zwischen Alternative Folk, Blues und Singer-Songwriter-Stuff.

Den Anfang macht mit „Dark Side“ ein wirklich mitreißendes Stück, das anders als der düstere Titel vermuten lässt, ziemlich schnell gute Laune verbreitet und mich bluesgeschwängert an die BLACK KEYS erinnert. „Imposter“ übernimmt tiefenentspannt und auch die Aufforderung „Don’t Fall In Love With Me“ hat etwas sehr Lässiges an sich und klingt gar nicht so, als sei der Titel ernst gemeint. Ganz anders das eindringliche „Mother“, in dem es um die nachdrückliche Bitte eines Kindes an seine Mutter geht, den Vater für ein besseres Leben zu verlassen. Im zarten Walzerrhythmus schließt sich „End of The World“ an, ehe „Out of It“ mit rockigen Klängen, wummernden Bassläufen und hypnotischem Zwiegesang gefangen nimmt. Das Intro von „Rain“ beschränkt sich zunächst auf Izzys ausdrucksstarke Stimme, ehe Claphands und eine muntere Instrumentierung Southern-Blues-Feeling verbreiten. Die Nummer findet in „Rain“ seine gospel- und soulartige Fortsetzung, ehe „Paper Plane“ leichtfüßig weitermacht und das smoothe „What’S It Gonna Take?“ die Luft vibrieren lässt. „Muzzle“ präsentiert sich deutlich reduzierter und begnügt sich im Wesentlichen auf ein paar Klavierakkorde und gewisperte Vocals, bevor es zu einem eruptiven Finale kommt. „Headache“ gefällt derweil mit impulsivem Alt-Folk, wohingegen das rhythmusbetonte „The Performer“ erneut zum Tanzen einlädt und zudem ein grooviges Clavinet-Solo enthält. „Love Is Real“ verspricht das Duo auf der Zielgeraden mit verträumten Melodien und was anderes mag man den Eheleuten und musikalischen Partnern in Crime ja auch gar nicht wünschen.

Auf jeden Fall spürt man auf „Otherness“, dass FERRIS & SYLVESTER nicht nur als Band bestens harmonieren. Im Übrigen lässt die Platte für Liebhaber der vorgenannten Genres keine Wünsche übrig, sodass ich den Konzertbegeisterten neben der Konservenkost unbedingt auch die drei deutschen Live-Termine im März ans Herz legen möchte.

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