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HOLLYWOOD VAMPIRES - At Montreux Jazz Festival

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Artist HOLLYWOOD VAMPIRES
Title At Montreux Jazz Festival
Homepage HOLLYWOOD VAMPIRES
Label EAR MUSIC
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Wenn man an das Montreux Jazz Festival denkt, kommen einem wohl nicht als erstes die HOLLYWOOD VAMPIRES in den Sinn. Tatsächlich hat sich jedoch das renommierte Schweizer Musikfestival, das bereits seit 1967 existiert, schon früh anderen Musikstilen geöffnet. Böse Stimmen würde vielleicht auch behaupten, dass man sich unmöglich tagelang ausschließlich Jazz anhören kann. Auf jeden Fall waren Alice Cooper nebst Gattin Cheryl (beide Gesang), Johnny Depp (Gitarre & Gesang), Joe Perry (AEROSMITH – Gitarre & Gesang), Tommy Henriksen (WARLOCK – Gitarre), Buck Johnson (Keys), Glen Sobel (Drums) und Chris Wyse (THE CULT – Bass & Gesang) bereits 2018 als HOLLYWOOD VAMPIRES beim Montreux Jazz Festival und als Einstimmung auf die laufende Europa-Tour ist unlängst der Live-Mitschnitt „At Montreux Jazz Festival“ erschienen.

Seinerzeit durfte die Supergroup um Rock-Urgestein Alice Cooper und der Leinwandstar Johnny Depp das Festival eröffnen. Mit „I Want My Now“ und „Raise The Dead“ startet die Band druckvoll, bevor zahlreiche Coverversionen folgen. „I Got a Line On You“ (im Original von SPIRIT), „7 And 7 Is“ (ein LOVE-Song von 1966) und der bandeigene Kopfnicker „My Dead Drunk Friends“ dürften das Publikum schnell auf Betriebstemperatur gebracht haben. Später verneigen sich die VAMPIRES u.a. vor Größen wie AC/DC („The Jack“), MOTÖRHEAD („The Ace of Spades“), THE DOORS („Break On Through“) und THE WHO („Baba O’Riley“).

Mit Nummern wie „As Bad As I Am“, „The Boogieman Surprise“ und „Welcome To Bushwackers“ zeigt die bisweilen als ‚teuerste Coverband der Welt‘ belächelte Kapelle, dass sie selbst auch starke und abwechslungsreiche Rocknummern im Repertoire hat. Zugegebenermaßen gehören die größten Momente allerdings den Klassikern anderer Künstler. Johnny Depp rückt bei „People Who Died“ (1980 von der JIM CARROLL BAND veröffentlicht) und „Heroes“ (1977 von DAVID BOWIE während seiner kreativen Zeit in Berlin geschrieben) ins Rampenlicht, während Joe Perry – wen wunder’s – die AEROSMITH-Stücke „Combination“ und „Sweet Emotion“ zum Besten bringt. Bassmann Chris Wyse übernimmt derweil die Vocals bei „The Ace of Spade“, was insofern passt, als dass ja auch Lemmy Kilmister den Stahlsaiter gezupft hat. An Lemmys Coolness kommt Chris allerdings nicht ganz heran, aber das ist auch nahezu unmöglich. Als Alice Cooper 1970 „I’m Eighteen“ als Single rausgebracht hat, stimmte die Aussage, die der Titel vermitteln könnte, schon nicht mehr und wenn man bedenkt, was der Mann sich im Laufe der Jahre an Drogen und Alkohol reingepfiffen hat, ist es in Wunder, dass er mit inzwischen 78 Jahren immer noch auf der Bühne steht. Ein bestimmter Song aus seiner Feder durfte live natürlich auf gar keinen Fall fehlen und die Rede ist selbstverständlich von „School’s Out“, das seit 1972 das Ende der Schulzeit unzähliger Schüler:innen eingeläutet hat und in Montreux mit PINK FLOYDs „Another Brick In The Wall“ verbunden wurde. Dieses Stück setzt sich bekanntermaßen kritisch mit dem Ende der siebziger Jahre üblichen autoritären Schulsystem auseinander und passt natürlich thematisch bestens zu „School’s Out“

Mein Favorit auf „At Montreux Jaz Festival“ ist eindeutig „Heroes“. Wer bislang dachte, Johnny Depp hätte einfach nur sein Jack-Sparrow-Outfit übergeworfen und würde auf der Stage ein wenig die Gitarre bearbeiten, wird von seinen Gesangsqualitäten positiv überrascht sein. Und natürlich ziehen auch die bekannt-bewährten Hits am meisten (man muss aber auch ziemlich schlecht sein, um einen grandiosen Bluesrocker wie „The Jack“ zu versauen), jedoch sind die HOLLYWOOD VAMPIRES tatsächlich Meister ihres Fachs, die nicht nur covern, sondern auch gute eigene Songs schreiben können. Macht in Gänze knackige 90 Minuten Rock’n’Roll, die auf zwei CDs bzw. drei LPs verteilt werden.

Tracklisting:
01. I Want My Now
02. Raise the Dead
03. I Got a Line On You
04. 7 And 7 Is
05. My Dead Drunk Friends
06. Five To One / Break On Through
07. The Jack
08. Ace of Spades
09. Baba O’Riley
10. As Bad As I Am
11. The Boogieman Surprise
12. I’m Eighteen
13. Combination
14. People Who Died
15. Sweet Emotion
16. Welcome To Bushwackers
17. Heroes
18. Train Kept A-Rollin’
19. School’s Out / Another Brick In The Wall

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