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SCOOTER - Jumping all over the World

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Artist SCOOTER
Title Jumping all over the World
Homepage SCOOTER
Label SHEFFIELD TUNES/ EDEL
Leserbewertung
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7.2/10 (9 Bewertungen)

Meine Güte, jetzt wollen die Jungs es aber wissen! 2 Studio Alben in einem Jahr schaffen sonst ja nur SYSTEM OF A DOWN. Entweder man hat einen unerwarteten Kreativschub erfahren oder man versucht den allgemein sinkenden CD-Verkäufen ganz einfach mit mehr Veröffentlichungen entgegen zu treten. Nach dem ultimativen „Hör-Orgasmus“ nun also „Jumping all over the World“ als Einladung für die im Frühjahr stattfindende nächste Tour. Zuletzt war man ja „nur“ mit einem DJ Set im kleinen Rahmen unterwegs.

Und die Vorabsingle „The Question is what is the question“ (genialer Name!) konnte nach längerer Zeit in den Charts mal wieder richtig punkten. Platz 5 in Deutschland und sogar die Vizemeisterschaft in Österreich, das muss doch im Produktionsprozess beflügelt haben. Und richtig: So beatig und (sorry) geil klangen die Mannen um Kultfronter H.P. schon lange nicht mehr. Natürlich relativ gesehen, SCOOTER-Hasser werden auch Ende 2007 ganz sicher nicht bekehrt, aber wer den trashigen Charme des Trios mag, wird hier einige fette neue Tunes sein eigen nennen, die im bekannten Jumpstyle abrocken. Die schon angesprochene Single ist dabei noch nicht mal das Ende der Fahnenstange, da teilweise zu albern, aber die 4 Coverversionen sorgen für richtig Spaß in den Ohren. Dass Herr Baxxter ein Faible für die 80er hat, durfte er ja unlängst mit dem „Eisbär“ auf dem entsprechenden Sampler beweisen, hier hat er KIM WILDE, OMD, LIMAHL und sogar die alterwürdigen SISTERS OF MERCY ausgegraben. Herr Eldritch wird sich über die Zusatzeinnahmen zur Rente gefreut haben. Zumindest die ersten 3 Bearbeitungen gehen derbe nach vorne, „Neverending Story“ ist im Original ja ein Schmachtfetzen erster Güte, hier wird ein Trance Hammer mit natürlich gepitchtem Refrain daraus. „Cambodia“ verzichtet gleich ganz auf Vocals und wirkt ziemlich hypnotisch und mit „Enola Gay“s wunderbarer Melodie kann man nicht sonderlich falsch machen, wenn man harte Rhythmen drauf legt. Bei „Marian“ handelt es sich eher um ein werkgetreues Plagiat, ähnlich wie weiland bei „Stripped“ von DEPECHE MODE. Dabei verhebt sich der strohblonde „Sänger“ ein wenig bei den (teilweise sogar deutschen) Vocals, aber ein gewisser düsterer Charme bleibt erhalten. Das Instrumental „Lighten Up The Sky“ könnte originalgetreu auch von SOMAN stammen, hier zeigt sich, dass die Genregrenzen längst durchlässig geworden sind.

Mit der 2ten Auskopplung „And No Matches“ konnte man ebenfalls wieder die einen sehr respektablen 9ten Platz erobern, dementsprechend steht dem Erfolg der Combo mit den meisten Top 10 Hits seit der Charteinführung auch in Zukunft nichts im Wege. Und mal ganz nebenbei gesagt: In diversen Fitnesskursen lässt sich ganz wunderbar zum Plastiktechno der Herren abgrooven. Ich steh zu meiner kleinen „sündigen“ Vorliebe für SCOOTER!

P.S.: Die Special Edition enthält für Einsteiger noch einmal eine Bonus Scheibe mit vielen alten Hits, ist aber nicht unbedingt essentiell.

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