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MORGANA LEFAY - Aberrations of the Mind

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Artist MORGANA LEFAY
Title Aberrations of the Mind
Homepage MORGANA LEFAY
Label BLACK MARK
Leserbewertung
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Die kultigen Power Metal-Schweden MORGANA LEFAY sind überraschend mit einem neuen Werk zurück. War kaum etwas drüber zu lesen. Umso besser diese fixe Rückkehr, stehen die Mannen um Kultfronter Charles Rytkönen doch schon seit Ende der 80er für qualitativ höchstwertigen Stahl. Auch die rechtliche Streiterei mit den ehemaligen Bandmitgliedern (remember LEFAY?) ließ die Band zum Glück nicht verzagen und so schlug man nach der Zwangspause bärenstark mit „The Grand Materia“ zu.

Das neue Power-Werk „Aberrations of the Mind“ fällt erstmal mit coolem Artwork (Kristian Wahlin!) auf. Allerdings wird auch gleich bei dem garstig-thrashigen Speed-Opener „Delusions“ klar, dass die Herren trotz ihres Kultstatus’ weiterhin kleine Brötchen backen müssen, denn der Sound dengelt recht mickrig aus den Speakern. Weiterhin sofort zu erkennen, das man extremst thrashig durch die Botanik ballert und sich damit eher am Debüt „Knowing just as I“ orientiert. Die Klampfen schreddern schön PANTERA-Like. Wenn die Scheibe den Sound der letzten NEVERMORE hätte, wären MORGANA LEFAY sofort in aller Munde! Das erneut obergeile Songmaterial kann mit Seattle’s Finest nämlich locker mithalten, allen voran der unglaubliche Gesang von Charles, der für diverse Gänsehautattacken gut ist. Sowohl aggressives Geshoute wie auch hochmelodische Parts meistert er mit seinem ureigenen Timbre mit Leichtigkeit. Absoluter Überhit ist das geile „Depression“, welch ein Chorus! Aber auch das grandios treibende „The Rush of Possession“ begeistert mit melodischen Gesängen im Chorus, ja seit jeher ein Trademark der Bollnäser. Ansonsten drückt man heuer gerne mal etwas mehr aufs Gaspedal, wie in der Vergangenheit und ein Stakkato-Brecher wie „Caught in the Thread Wheel“ dürfte auch modern-Kids schwer zusagen. Von den eher schleichenderen Groovern der Vergangenheit ist weit und breit nichts zu sehen. Auch „Reflections of War“ pumpt und brettert extrem thrashig ab und begeistert mit geilem Chorus und Wahnsinns-Soli! Wann merken endlich mal mehr Leute, was für eine begnadete Combo hier agiert???

Das wünscht man ihnen schon seit gut 20 Jahren und doch sind sie immer ein undergroundtip geblieben, trotz ausnahmsloser Hammeralben. Wobei das mittlerweile 8.Scheibchen das mit Abstand Härteste ist. Welches somit aber perfekt den Spagat zwischen eher traditionellem Power Metal und den meist thrashigeren Power Metal-Versionen der Neuzeit hinlegt. Lediglich das abschließende „Over and Over again“ geht etwas traditioneller zu Werke und ist natürlich auch eine absolute Perle.

12 Songs (plus Digi-Bonus-Track „Nightmares are Made in Hell“, der auch auf dem hohen Album-Niveau liegt!) lang keine einzige Schwache Sekunde! Fans von NEVERMORE/ BRAINSTORM/ SYMPHORCE bzw. PANTERA/ MACHINE HEAD/ ANNIHILATOR und ähnlich gearteten Kapellen MÜSSEN sich MORGANA LEFAY ganz dick auf dem Einkaufszettel einkreisen!!!

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